Wieviel bringt die Solarthermie?
Die Sonne liefert uns täglich gratis Wärmeenergie, die wir für das Aufbereiten von Warmwasser und zum Heizen einsetzen können. Diese Energiequelle ist praktisch unerschöpflich und steht uns auch in den nächsten Jahrmillionen zur Verfügung.
Fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdgas oder Erdöl sind dagegen nur begrenzt vorhanden und werden immer teurer. Solaranlagen zur Heizungsunterstützung senken nachhaltig Ihre Heizkosten und verbessern zusätzlich noch die CO2-Bilanz.
Was bedeutet Solarthermie von PEUS Solar für mich?
In wenigen Worten bedeutet PEUS Solar für Sie einen Minimalaufwand an Installation und Baumaßnahmen dank der Weiterbenutzung bereits vorhandener Komponenten (Heizungsrohrnetz, Heizungspumpe, Speicher etc.).
Unser cleveres und patentiertes Gesamtsystem ist hocheffizient und besonders erschwinglich.
Reicht die Sonne in Deutschland überhaupt aus?
Wenn die Sonne scheint, liefert sie uns gratis einer Leistung von rund 1000 Watt/m². Selbst bei leichter Bewölkung fangen unsere Röhrenkollektoren das sogenannte diffuse Licht (Diffusstrahlung) noch ein. Vakuum-Röhrenkollektoren weisen gerade hier einen höheren Wirkungsgrad auf als konventionelle Flachkollektoren. Bei weniger Solarangebot holen wir noch das Maximum heraus.
Bei einer 22m² großen Anlage für ein Einfamilienhaus reicht dies schon, um mehrere hundert Liter Warmwasser (Temp.Differenz 40°C) täglich aufzubereiten.
Sind die Zwischenabstände bei Röhrenkollektoren nicht hinderlich?
Die „Lücken“ in der Aperturfläche sind kein Nachteil: nur beim höchsten Sonnenstand treffen die Sonnenstrahlen in die Zwischenabstände. In diesen wenigen Minuten treffen die Strahlen dafür aber mit der maximalen Leistung ein. Während des Tages wandert die Sonne und die schräg angestrahlten Kollektoren erscheinen somit immer als durchgehende Fläche. Außerdem bietet diese Bauart eine geringe Angriffsfläche für Wind.
Gibt eseinen Unterschied zwischen Sommer und Winterbetrieb?
Wir unterscheiden zwischen Sommer- und Winterbetrieb. Die Umschaltung funktioniert dabei über ein 3-Wege-Ventil.
Während der Heizperiode ist die Anlage auf Winterbetrieb geschaltet. Von Anfang Oktober bis Ende April wird die Solarenergie direkt zur Heizungsunterstützung verwendet. Dabei sind die thermischen Verluste aufgrund der kurzen Anschlussleitungen sehr gering und Ihre Heizung muss dank dem vorgewärmten Rücklauf weniger und seltener zuheizen. Sie benötigen etwa 10- bis 15-mal mehr Energie für die Gebäudebeheizung als für die Warmwasserbereitung. Die solare Heizungsunterstützung bietet daher ein weitau sgrößeres Einsparungspotential als die reine Warmwasserbereitung.
Im Sommerbetrieb, von Mai bis September, wird das Brauchwasser mit Solarenergie erwärmt. Selbst im Sommer gibt es sehr viele Tage mit nur ca. 3 bis 4h Sonne. Bei einer angemessenen Kollektorfläche reicht diese Zeit aber aus, um Ihr Brauchwasser sehr schnell zu erwärmen. Die Solarenergie hebt dieTemperatur des Brauchwassers im Boiler an und die übrige Energie lädt danach den Solarpufferspeicher bevor die das Heizungswasser wieder in die Heizung eingespeist wird.
Da die Heizungspumpe nur kurz umwälzt kann der teure Strom gespart werden. Wenn dieSonne 10 Stunden am Tag scheint, wird das System komplett auf die Nenntemperatur aufgeheizt und die Umwälzpumpe wird dann ausgeschaltet.
Wie viel m² Kollektorfläche benötigt man?
Eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung wird größer dimensioniert als eine reine Warmwasser-Solaranlage. Die thermische Leistung der Solaranlage reicht dann nicht nur für die Trinkwassererwärmung, sondern deckt gleichzeitig einen Teil des viel enormen Heizwärmebedarfs ab.
Überhitzt die Anlage nicht im Sommer und beschädigt so die Kollektoren?
Dank der Technik unserer Kollektoren umgehen wir diese Schwierigkeiten.
Bei konventionellen Flachkollektoren gibt es hier Probleme. Hier wird in der Regel heißes Wasser in den Abfluss geleitet, damit die Energie vom Dach aufgenommen werden kann. Das ist u. a. auch ein Grund dafür, warum die Systeme mit so wenig Kollektorfläche aufgebaut werden. Überhitzung schadet dieser Art von Kollektoren auf jeden Fall und sollte vermieden werden.
Vakuumröhren unserer Bauart sind ähnlich dem Thermoskannenprinzip. Zwei Glaszylinder werden unter Vakuum gesetzt und miteinander verschmolzen. So kann das Vakuum nicht mehr entweichen und es gibt keine gefährlichen Spannungen oder Druckbelastungen, auch wenn es zu hohen Temperaturen kommt. Damit sind auch hohe Stagnationstemperaturen kein Problem mehr.
Welchen Energieertrag hat so ein Modul?
Ein Modul übertrifft die vom Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)geforderten 525 kWh/m² *a auf die Aperturfläche. Dieser Wert wurde von einem unabhängigen Institut (Institut für Solartechnik SPF) ermittelt. Dadurch fördert der Bund unsere Solaranlagen. Über einen Wärmemengenzähler und die Solarsteuerung kann der Energieertrag der Anlage exakt ermittelt werden.
Wie viel Energie kann ich einsparen?
Energiesparen wir genau genommen nicht, wir nehmen die Energie nur von einer anderen Quelle. Als Maßnahmen zur Energieeinsparung könnten Sie z.B. ihr Haus isolieren, besser isolierte Fenster einbauen, weniger heizen, usw.
Wir hingegen möchten mit unserer Solaranlage einen beachtlichen Teil Ihres Energiebedarfs mit kostenloser Sonnenenergie abdecken. Ihr Energiebedarf bleibt dabei erst einmal gleich. Sinnvoll und wirtschaftlich ist eine Abdeckung von rund 30%.
Beispielrechnung:
Prämisse fürden Wärmeenergiebedarf eines Vier-Personen-Haushaltes:
3.000 LHeizöl entspr. 3.000 m³ Erdgas entspr. 30.000 kWh Heizwert
Wsolar = 1/3 · Wges = 10.000 kWh
Bei einer Bedarfsdeckung durch Solarenergie von einem Drittel (Wsolar= 10.000 kWh)verbrauchen Sie 1.000 Liter Heizöl (1.000 m³ Erdgas) weniger. So machen Siesich unabhängiger vom Heizölpreis und produzieren über 3 Tonnen weniger CO2.
Unabhängigvom Heizölpreis müssen wir uns Gedanken über langfristige Alternativen zur Energiegewinnung machen. All dies sind Argumente für eine zukunftsweisende Investition.
Wieso brauchen Sie keine Solarpumpe?
Unserpatentiertes System sieht die Weiterverwendung Ihrer vorhandenen Heizungspumpevor – kein Austausch, keine Neuanschaffung. Die Heizungspumpe ist im Winterbetrieb (von Oktober bis April) durchgehendeingeschaltet. Wenn die Sonne scheint und es im Solarkollektor wärmer ist alsder Heizungsvorlauf, öffnet unsere Regelung ein Ventil und die Solarenergiewird in den Rücklauf der Heizung eingespeist. Dadurch wird die Temperatur im Rücklauf angehoben und der Heizkessel muss seltener einschalten und weniger zu heizen.
Im Sommer schalten wir den Rücklauf mittels 3-Wege-Umschaltventil um. Das heiße Wasser fließt dann zuerst über den Warmwasserspeicher um diesen vorzuheizen. Die restliche thermische Energie speisen wir in den Pufferspeicher ein, bevor dasWasser wieder über den Heizungskessel zurück zu den Kollektoren gelangt.
Wie wird das System gesteuert und greifen Sie dabei in die Heizungsregelung ein?
Der Eingriffin Ihr vorhandenes Heizungssystem wird minimal gehalten: Wir schließen nur das Kabel Ihrer Heizungspumpe an unsere Steuerung an. Im Winter läuft die Heizungszumwälzpumpe durchgehend, im Sommer schaltet die Steuerung bei ausreichendem Lichteinfall (auch bereits bei leichter Bewölkung) die Pumpe einund die Solarenergie kann eingespeist werden, zuerst in den Boiler, danach inden solaren Pufferspeicher. Sobald alle Speicherkomponenten auf Nenntemperatur sind, wird die Pumpe wieder abgeschaltet.
Waspassiert, wenn im Sommer nicht genügend Solarenergie vorhanden ist, um das Brauchwasser aufzuheizen?
Dann wird das Warmwasser, wie schon immer, auf konventionelle Weise erwärmt. Der Betrieb weist keinen Unterschied zur herkömmlichen Erwärmung im Winter auf.
Sie binden die Solarkollektoren direkt in die Heizung ein.
Was passiert wenn es Frost hat im Winter?
Wir regelnden Frostschutz über unsere intelligente Steuerungelektronik. Wird es zu kalt, öffnet ein Ventil und die Heizungspumpe fördert daraufhin kurzzeitig warmes Wasser in die Solarkollektoren, damit das Einfrieren verhindert wird. Der Energieaufwand ist aber vernachlässigbar und die Kosten belaufen sich auf wenige Euro im gesamten Jahr.
Da das System sehr gut isoliert ist und die Rohrleitungen kurz sind, schaltet sich bei einer Nacht mit 10 Stunden unter -10 °C das Ventil ca. 3-mal für 10 Minuten ein.
Beispielrechnung:
Sind z. B. 15Liter Wasser im außen liegenden Rohrsystem und werden diese um 50°C drei Malaufgeheizt, braucht man hierfür folgende Energie:
Die Formelfür Energieberechnung:
Q = c ·m · ΔT
c = spez.Wärmekapazität C_Wasser = 4,18 kJ/kg
m = Masse m = 45kg (3 · 15 L) (1L Wasser entspr. 1 kg)
ΔT = diff.Temperatur ΔT = 50°C
Q = 4,18kJ/kg · 45kg · 50
Q = 9.504 kJ 1kWh entspr. 3600 kJ
Q = 2,6kWh/Tag
Bei Dauerfrost kostet der Frostschutz also täglich rund 50 Cent (20 Cent /kWh), um durch Wärmeenergie das Einfrieren zu verhindern. Bei 25 Frosttagen wären es hochgerechnet 13.- EUR im Jahr.
Waspassiert wenn es hagelt?
Im Normalfall entstehen auch bei Hagel keine Schäden an den Kollektoren. Sollte dennoch der Fall eintreten, dass eine Vakuumröhre zu Bruch geht, ist der Austausch dank trockener Steckverbindung (ohne Wasserverlust) des Heatpipe- Prinzips sehr einfach, die Röhren können separat deinstalliert werden.
Wir empfehlen die Anlage zu versichern. Wir übernehmen diese Dienstleistung aber gerne für Sie.
BeeinträchtigtLaub, sonstige Verschmutzung, Schnee oder gar Wind den Betrieb der Anlage?
Alle normalen Verschmutzungen werden durch den Niederschlag abgewaschen. Laub fällt zwischen den Röhren durch, Schnee rutscht weitestgehend ab und für den Wind bietet der Röhrenkollektor ebenfalls kaum Angriffsfläche.
Habe ich Garantien?
Wir geben 10 Jahre Garantie auf die Vakuum-Röhren.
Bei allen weiteren Komponenten besteht 2 Jahre Garantieanspruch.